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Horm. lz.verh.

H o r m o n a l eL a n g z e i t v e r h ü t u n g VERHÜTUNGSMETHODEN
Hormonale Langzeitverhütung
Impressum: 2002, pro familia Deutsche Gesellschaft für Familien-
planung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V., Bundesverband,
Stresemannallee 3, 60596 Frankfurt am Main,
Telefon 069 / 63 90 02, www.profamilia.de
2. Auflage 2008, 80.000 – 160.000
Grafikdesign: www.warminski.de
Gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
Abbildungen Titelseite von oben nach unten: Mirena, Implanon, Noristerat.
Abbildung 1 und 3 mit freundlicher Genehmigung von ScheringDeutschland GmbH.
Abbildung 2 mit freundlicher Genehmigung der Organon GmbH.
Hormonale Langzeitverhütung
Depot-Gestagene (Dreimonatsspritze)
Für wen sind Depot-Gestagene geeignet oder nicht geeignet? Implantate
Für wen ist das Implantat geeignet oder nicht geeignet? Die Hormonspirale
Für wen ist die Hormonspirale geeignet oder nicht geeignet? VERHÜTUNGSMETHODEN
Hormonale Langzeitverhütung
Was ist hormonale
Langzeitverhütung?

Anders als bei der Pille, die jeden Tag eingenommen wird, wirken die verschiedenen Möglichkeiten derhormonalen Langzeitverhütung über einen längerenZeitraum. Je nach Methode wirkt die Langzeitver-hütung von drei Monaten bis zu mehreren Jahren.
Dabei kann die Anwendung nicht jederzeit von derFrau selbst beendet werden. Es stehen drei Methodenzur Verfügung: 1. Depot-Gestagene (Dreimonatsspritze)
2. Implantat
3. Hormonfreisetzende Spirale.

Bei der Anwendung hormonaler Langzeitverhütung kommen ausschließlich Gestagene zum Einsatz. DasWort Gestagene bezeichnet eine Hormongruppe, zuder auch das körpereigene weibliche Gelbkörper-hormon (Progesteron) gehört. Alle drei Methoden zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit aus. Sie können während der Stillzeitangewendet werden. Zum Teil können sie auch vonFrauen, die aus gesundheitlichen Gründen oderwegen unangenehmer Nebenwirkungen keine Östro-gene (wie z. B. in der Kombinationspille) einnehmenkönnen, angewendet werden.
Langzeitverhütungsmethoden mit Gestagenen haben Einfluss auf Regelmäßigkeit, Stärke und Dauerder monatlichen Blutung. Nicht selten kommt es zumAusbleiben der Blutung. Diese Veränderungen werdenvon Frauen unterschiedlich bewertet. Es ist wichtig,bei der Beratung besonders darüber zu sprechen,damit eine Frau überlegen kann, welche Bedeutungdiese Veränderungen für sie haben.
Vor sexuell übertragbaren Krankheiten einschließ- lich HIV und Aids schützen diese Methoden jedochnicht.
Hormonale Langzeitverhütung
Depot-Gestagene (Dreimonatsspritze)
Depot-Gestagene stellen eine sehr zuverlässige Methode der Verhütung dar. Sie werden alle zweibzw. drei Monate (je nach Produkt) in den Gesäß-muskel gespritzt. Die Frau muss nicht, wie bei derPille, jeden Tag an Verhütung denken. Daher entfälltdas Risiko, durch vergessene Pilleneinnahme unge-wollt schwanger zu werden. Andererseits ist es nicht möglich, beim Auftreten von Nebenwirkungen das Präparat sofort abzusetzen,sondern man muss warten, bis die Wirkung desDepots beendet ist.
Die zwei in Deutschland erhältlichen Präparate ent- halten unterschiedliche Wirksubstanzen:Medroxyprogesteronacetat (im Folgenden DMPAgenannt) und Norethisteronenantat (NET-EN).
Wie wirken Depot-Gestagene?
Aus dem eingespritzten Depot wird für drei Monate kontinuierlich und zuverlässig das Hormon freigesetzt.
Bei der Spritze mit DMPA wird der Eisprung währendder gesamten Anwendung unterdrückt. Dagegen wirdnach der Injektion von NET-EN der Eisprung zunächstgehemmt, nach sechs bis acht Wochen kann es aberzu einem Eisprung kommen.
Außerdem bewirkt das Gestagen, dass der Schleim im Gebärmutterhals fester und undurchlässig fürSpermien wird, die Funktion der Eileiter und derAufbau der Gebärmutterschleimhaut werden eben-falls verändert. Dies trägt zur Verhütungswirkung derMethode bei. Bei der Spritze mit NET-EN beruht dieVerhütungswirkung im dritten Monat überwiegendauf dieser Wirkung. Wie sicher sind Depot-Gestagene?
Bei DMPA beträgt die Versagerrate 0,3% bei regel- mäßigen Injektionen im Abstand von drei Monaten, d. h. drei von 1000 Frauen werden pro Jahr trotzdemschwanger.
Bei der Spritze mit NET-EN ist die Sicherheit nicht ganz so hoch. Wenn die Injektionen während der VERHÜTUNGSMETHODEN
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ersten sechs Monate alle acht Wochen erfolgen, unddanach alle drei Monate, beträgt die Versagerrate 1,2%.
Wie werden Depot-Gestagene
angewendet?

Vor der Anwendung muss die Frau ausführlich über die Wirkung und möglichen Nebenwirkungen vonDepot-Gestagenen beraten werden. GesundheitlicheRisken, bei denen Depot-Gestagene nicht angewendetwerden dürfen, müssen ausgeschlossen werden.
Die erste Spritze sollte während der ersten fünf DMPA wird danach in Abständen von ca. 90 Tagen regelmäßig ohne Rücksicht auf das Eintreten vonMenstruations- oder Zwischenblutungen gegeben.
Aufgrund der hohen Wirksamkeit kann eine Injektionauch mit zwei Wochen Verspätung erfolgen. Sie kannaber auch bereits nach acht Wochen gegeben werden.
Bei der Anwendung von NET-EN werden die ersten 4 Spritzen jeweils im Abstand von 8 Wochen gegeben.
Danach kann der Abstand auf alle 12 Wochen (84Tage) verlängert werden. Die Spritze darf nicht spätergegeben werden, aber ein bis zwei Wochen früher. Nach einer Fehlgeburt oder einem Schwanger- schaftsabbruch im ersten Schwangerschaftsdrittel istdie erste Injektion in den ersten fünf Tagen möglich.
Wird von einer Pille auf Depot-Gestagene umge- stellt, so wird die erste Spritze während der Entzugs-blutung gegeben.
Welche Nebenwirkungen
können auftreten?

Nach der ersten Injektion wächst die Gebärmutter- schleimhaut zunächst unregelmäßig und bildet sichdann zurück. Dem entsprechend kommt es in den ersten Monaten häufig zu Zwischenblutungen. Imweiteren Verlauf der Anwendung bleibt die Monats-blutung bei der Anwendung von DMPA meist ganzaus (bei ca. 50% der Frauen am Ende des erstenJahres und bei zwei Dritteln am Ende des zweitenJahres). Bei den übrigen Frauen kommt sie in unregel-mäßigen Abständen.
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Bei der Anwendung von NET-EN kommt die Blutung nach anfänglichen Zwischenblutungen oft in mehroder weniger regelmäßigen Abständen, selten bleibtsie dauerhaft ganz aus. Zu den weiteren Nebenwirkungen bei beiden Präpa- raten zählen vor allem eine Zunahme des Körper-gewichts, Akne, Übelkeit, Brustspannen, Blähungen,Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne, Nervosität,Libidoverlust und Depressionen. Diese Nebenwirkun-gen treten häufiger auf als bei der Einnahme vonKombinations- oder Gestagenpillen.
Aufgrund der starken Unterdrückung der Eierstock- funktion und damit der körpereigenen Östrogenpro-duktion wird bei der Anwendung von DMPA dieKnochendichte reduziert. Nach Beendigung derAnwendung nimmt die Knochendichte wieder zu. BeiJugendlichen, bei denen die maximale Knochenmassenoch aufgebaut wird, ist jedoch eine langfristigeVerringerung der Knochendichte nicht auszuschließen.
Über die Auswirkung von NET-EN auf die Knochen-dichte gibt es nur wenige Daten. Zwar wurdenAuswirkungen auf die Knochendichte bisher nichtbeobachtet. Da jedoch zuverlässige Daten fehlen,werden die gleichen Anwendungsbeschränkungenempfohlen wie bei DMPA.
Wird die Behandlung beendet, so dauert es bei DMPA bis zu 6 Monate, manchmal auch länger als einJahr, bis die Frauen wieder einen Eisprung und einenregelmäßigen Zyklus haben.
Bei NET-EN normalisiert sich der Zyklus nach dem Absetzen schneller. Etwa die Hälfte der Frauen hatvier Monate nach der letzten Spritze wieder einennormalen Zyklus. Auch die Fruchtbarkeit ist schnellerwieder hergestellt, als nach der Anwendung vonDMPA.
Für wen sind Depot-Gestagene geeignet
oder nicht geeignet?

In Deutschland besteht eine Zulassungsbeschränkung für Depot-Gestagene; ihre Anwendung ist auf Frauenbegrenzt, die einen »normalen Zyklusverlauf« habenund andere Methoden der Verhütung nicht vertragen.
Insbesondere bei Jugendlichen oder bei Frauen miterhöhtem Osteoporose-Risiko soll die Anwendung nur VERHÜTUNGSMETHODEN
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in Ausnahmen erfolgen und nicht mehr als 2 Jahrelang.
Die Anwendung der Depot-Gestagene wird meist dann angeraten, wenn Frauen mit der regelmäßigenPilleneinnahme nicht zurecht kommen, und auchandere Verhütungsmittel nicht in Frage kommen. Depot-Gestagene können auch bei gesunden Raucherinnen über 30 Jahren angewendet werden. Beierhöhtem Blutdruck sollen sie nicht angewendet wer-den, bei erhöhtem Thromboserisiko nur nach sorgfälti-gem Abwägen von Nutzen und Risiken.
Bei der Anwendung in der Stillzeit geht der Wirk- stoff in die Muttermilch über. Sie sollen deswegennicht in den ersten 6 Wochen der Stillzeit angewendetwerden, danach sind jedoch keine Schädigungen desSäuglings beobachtet worden. Für Frauen, die nur vorübergehend verhüten und danach schwanger werden wollen, ist die Anwendungvon Depot-Gestagenen nicht geeignet, da es mehrereMonate dauern kann, bis die Frauen wieder einen normalen Zyklus haben und somit die Fruchtbarkeiterheblich verzögert wieder eintritt.
Was kosten Depot-Gestagene?
Der Preis für die Präparate beträgt zur Zeit ca. € 30.
Zusätzlich kann der Arzt/die Ärztin eine Gebühr fürdie Verabreichung der Spritze berechnen und es fallenPraxisgebühren an. Frauen unter 20 Jahren werdendie Kosten durch ihre gesetzliche Krankenkasseersetzt.
Implantate
Das in Deutschland angewendete Implantat ist ein flexibles Kunststoff-Stäbchen von 40 mm Länge undeinem Durchmesser von 2 mm. Es enthält den Wirk-stoff Etonogestrel, der über drei Jahre kontinuierlichfreigesetzt wird. Hormonale Langzeitverhütung
Wie wirkt das Implantat?
Nach der Einlage des Implantats werden täglich klei- ne Mengen des Gestagens freigesetzt. Die Wirkungberuht auf einer Verhinderung des monatlichenEisprungs und einer Verdickung des Gebärmutterhals-schleims, so dass die Samenzellen nicht in die Gebär-mutter eindringen können. Die Wirkung hält für drei Jahre an.
Wie sicher ist das Implantat?
Die Verhütungssicherheit des Implantats ist sehr hoch. In den Studien vor der Zulassung wurden bei4.000 Frauen keine Schwangerschaften beobachtet. Inder Anwendung außerhalb von Studien wurden inzwi-schen Schwangerschaften beobachtet, es ist jedochschwierig, daraus eine annähernd genaue Versager-rate zu errechnen. Sie wird auf 0,1% geschätzt.
Schwangerschaften entstanden vorwiegend, wenn das Implantat nicht am Zyklusbeginn eingesetztwurde, oder wenn das Einsetzen selbst fehlerhaft war.
Wegen des Risikos des fehlerhaften Einsetzens soll das Implantat nur von Ärzten/Ärztinnen eingesetztwerden, die dafür speziell geschult wurden.
Wie wird das Implantat angewendet?
Vor der Anwendung des Implantats sollte die Frau ausführlich über die Anwendung und die möglichenNebenwirkungen und Risiken beraten werden.
Gesundheitliche Risiken, bei denen das Implantatnicht angewendet werden darf, sollten ausgeschlossenwerden. Das Beratungsgespräch und die Einlage sollten nicht am gleichen Tag stattfinden, damit SieZeit haben, Vor- und Nachteile abzuwägen.
Das Implantat soll zwischen dem ersten und fünften Tag der Regelblutung eingesetzt werden.
Nach einer Fehlgeburt oder einem Schwanger- schaftsabbruch in den ersten drei Schwangerschafts-monaten kann die Einlage unmittelbar erfolgen. Nacheiner Entbindung oder einer späten Fehlgeburt solltedas Implantat erst nach 21 bis 28 Tagen eingelegtwerden. Bei späterer Einlage gibt es während der ersten sieben Tage keine empfängnisverhütendeSicherheit.
VERHÜTUNGSMETHODEN
Hormonale Langzeitverhütung
Das Stäbchen wird an der Innenseite des Oberarms mit einer speziellen Kanüle direkt unter die Haut ein-gelegt. Vorher wird die Haut an dieser Stelle örtlichbetäubt, so dass die Einlage meist wenig Schmerzenverursacht. Anschließend wird für kurze Zeit einDruckverband angelegt, um einen Bluterguss zu ver-meiden. Spätestens nach drei Jahren muss das Stäbchen ent- Die Entfernung ist unabhängig von der Blutung jederzeit möglich. Wie beim Einlegen wird zuvor derHautbereich örtlich betäubt. Es wird ein kleinerSchnitt von 2-3 mm Länge vorgenommen und dasStäbchen entfernt. Die Entfernung dauert in denmeisten Fällen weniger als 5 Minuten. Gegebenenfallskann in den gleichen Einschnitt ein neues Implantateingelegt werden. Nach der Entfernung bleibt einekleine Narbe zurück.
Welche Nebenwirkungen
können auftreten?

Der wichtigste Grund, das Implantat vorzeitig entfernen zu lassen, sind die oft auftretendenBlutungsstörungen. Es kann zu häufigen oder langanhaltende Blutungen kommen, auch Zwischenblu-tungen treten häufig auf. Im ersten Jahr haben 75%der Frauen solche Blutungsveränderungen. Danachwerden die Blutungen meist seltener. Bei bis zu 20%der Anwenderinnen bleibt die Blutung ganz aus.
Außerdem kann es zu Nebenwirkungen wie Akne, Gewichtszunahme, Brustspannen, Kopfschmerzen undNervosität kommen. Eierstockzysten treten ebenfallshäufiger auf. Sie bilden sich meist ohne Behandlungzurück, können aber Schmerzen verursachen.
Es besteht die Möglichkeit, vorher eine reine Gestagenpille mit dem gleichen Hormon für einigeMonate einzunehmen. Damit kann die Frau testen, obsie das Hormon verträgt. Da die Blutungen sich jedochauch im Laufe der Jahre noch verändern, kann dieEntwicklung von unakzeptablen Blutungsveränderun-gen damit nicht so gut abgeschätzt werden.
Beim Entfernen des Implantats können gelegentlich Probleme auftreten. Das Implantat ist manchmal nichtmehr unter der Haut tastbar (insbesondere, wenn es Hormonale Langzeitverhütung
zu tief unter die Haut eingelegt wurde), und ist dannschwierig zu finden. Manchmal muss es mit einerUltraschalluntersuchung oder einer Magnetresonanz-tomografie gesucht werden. Für die Entfernung kanndann manchmal eine Vollnarkose und ein größererHautschnitt notwendig sein. Es gibt Berichte über ein-zelne Fälle, in denen das Stäbchen nicht mehr auffind-bar war.
Für wen ist das Implantat geeignet
oder nicht geeignet?

Das Implantat ist für Frauen geeignet, die eine lang- fristige und sichere Verhütung wünschen und die z. B.
mit der Pilleneinnahme nicht zurecht kommen. Als nachteilig gilt, dass bei der Einlage und beim Entfernen ein kleiner chirurgischer Eingriff notwendigist, so dass die Methode nur mit Hilfe eines Arztesoder einer Ärztin angewendet werden kann.
Das Implantat ist in einigen Fällen auch für Frauen geeignet, die wegen gesundheitlicher Risiken keineÖstrogene einnehmen dürfen, zum Beispiel gesundeRaucherinnen über 30 Jahre. Bei hohem Blutdruckoder erhöhtem Thromboserisiko sollte das Implantatnur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen undRisiken angewendet werden.
Was kostet das Implantat?
Für das Einlegen berechnen Ärztinnen/Ärzte ein Honorar in unterschiedlicher Höhe. Es muss mit Kostenab ca. € 300,- gerechnet werden. Dazu kommen evtl.
noch Zusatzkosten für die Entfernung. Sie haben dasRecht, eine genau aufgeschlüsselte Rechnung zu ver-langen. Bei vorzeitiger Entfernung werden keine Kostenzurückerstattet.
Für Frauen unter 20 übernimmt die Krankenkasse die Kosten, zwischen dem 18. Lebensjahr und 20. Lebensjahrmuss eine Zuzahlung geleistet werden.
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Die Hormonspirale
Neben den seit vielen Jahren bekannten Kupfer- spiralen gibt es seit einigen Jahren auch eine Spirale,die in der Gebärmutter ein Gestagen freisetzt. Siewird meist »Hormonspirale« genannt.
Sie besteht aus einem T-förmigen Kunststoffträger.
Im Bereich des Längsschenkels befindet sich ein Kunst-stoffröhrchen, das das Gestagen enthält. Wie beiKupferspiralen ist am unteren Ende ein Kunststoff-Faden befestigt, mit dem die Spirale entfernt werdenkann. Wie wirkt die Hormonspirale?
Die Hormonspirale gibt das Hormon Levonorgestrel in die Gebärmutterhöhle ab. Das Hormon verändertdie Schleimproduktion im Gebärmutterhalskanal. DerSchleim wird deutlich zäher und verhindert dadurchdas Aufsteigen von Spermien in die Gebärmutterhöhle.
Gleichzeitig hemmt das Gestagen das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, so dass sich kein befruchte-tes Ei in der Gebärmutter einnisten kann. Die Auswirkung der Hormonspirale auf den Ei- sprung ist unterschiedlich. Geringe Mengen des Hor-mons gelangen über die Blutbahn in den Körper undauch zu den Eierstöcken und verändern die Hormon-produktion. Bei der Mehrzahl der Frauen wird derEisprung nicht zuverlässig unterdrückt, er kann jedochverzögert sein, oder die Eireifung kann gestört sein.
Die genannten Veränderungen bilden sich nach der Entfernung der Hormonspirale rasch zurück. Deshalbist es ist schon im 1. Zyklus danach möglich, schwan-ger zu werden.
Die Hormonspirale ist nicht als »Spirale danach«* * Die »Spirale danach« ist eine Methode der Nachverhütung beiungeschütztem Geschlechtsverkehr. Sie kann bis zum 5. Tag danacheingesetzt werden und verhindert die Einnistung eines befruchte-ten Eis in die Gebärmutter.
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Wie sicher ist die Hormonspirale?
Die Hormonspirale zählt zu den sichersten Ver- hütungsmethoden. Die Versagerrate liegt bei 0,1 bis0,2%, das heißt, von 1000 Frauen, die die Spirale einJahr lang angewendet haben, wurden zwei schwanger.
Der Empfängnisschutz beginnt bei Einlage am Zyklusanfang sofort und besteht für fünf Jahre.
Wie wird die Hormonspirale angewendet?
Vor der Anwendung der Hormonspirale muss die Frau ausführlich über die Anwendung und möglicheNebenwirkungen und Risiken beraten werden. DasBeratungsgespräch und die Einlage sollten nicht amgleichen Tag stattfinden, damit Sie Zeit haben, Vor-und Nachteile abzuwägen.
Eine gynäkologische Untersuchung ist nötig, um Infektionen im Bereich von Vagina und Gebärmutter-hals auszuschließen, und um mögliche Veränderungender Gebärmutterhöhle auszuschließen, bei der dieSpirale nicht eingelegt werden kann. Die Hormonspirale wird üblicherweise während der Monatsblutung eingelegt, da dann der Gebärmutter-halskanal etwas geöffnet ist, was das Einlegen erleich-tert. Nach einer Geburt muss die Rückbildung derGebärmutter abgewartet werden (mindestens sechsWochen). Nach einem Kaiserschnitt soll mit derEinlage mindestens drei Monate gewartet werden.
Für die Einlage der Spirale wird zunächst wie bei einer gynäkologischen Untersuchung ein Spekulum indie Vagina eingeführt. Dann wird die Spirale mit Hilfeeines dünnen Röhrchens durch den Gebärmutterhalsin die Gebärmutterhöhle eingeführt.
Die Rückholfäden werden auf die passende Länge gekürzt und reichen bis in den oberen Teil derScheide.
Die Einlage kann für kurze Zeit schmerzhaft sein, manchmal kommt es dabei auch zu Kreislaufbe-schwerden. Diese Schmerzen können mit einem vor-her eingenommenen Medikament verringert werden.
Unmittelbar nach dem Einlegen können menstruati-onsähnliche Beschwerden auftreten, die erfahrungs-gemäß nach kurzer Zeit wieder abklingen.
Nach der Einlage und erneut nach der nächsten Periode sollte die korrekte Lage der Spirale durch eine VERHÜTUNGSMETHODEN
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Ultraschalluntersuchung überprüft werden. WeitereKontrollen sind alle sechs Monate nötig.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
In den ersten 3 Monaten treten sehr häufig unregel- mäßige Blutungen und länger dauernde Schmier-blutungen auf, die danach seltener werden. DieBlutungen werden deutlich schwächer, und bleibenbei einem Teil der Frauen ganz aus. Nach einem JahrLiegedauer bleibt sie bei etwa 20% der Frauen aus, imLaufe der Jahre nimmt der Anteil zu. Die übrigenFrauen haben meist leichte Blutungen einmal imMonat oder seltener.
Da das Gestagen der Spirale hauptsächlich in der Gebärmutterhöhle wirkt und nur geringe Mengenüber die Blutbahn in den Körper gelangen, sind hor-monbedingte Nebenwirkungen seltener als bei derAnwendung von Kombinationspillen. Trotzdem kann es selten zu Kopfschmerzen, Akne, Spannungsgefühle in der Brust, Gewichtszunahme,Veränderungen der sexuellen Lust oder Depressionenkommen. Menstruationsschmerzen werden beiAnwendung der Hormonspirale meist deutlich gerin-ger. Selten können aber Unterbauchschmerzen unab-hängig von der Menstruation auftreten. Eierstock-zysten treten bei der Anwendung der Hormonspiralehäufiger auf. Sie bilden sich meist ohne Behandlungzurück, können aber Schmerzen verursachen.
Manchmal (in etwa 1-4%) kann die Spirale im Laufe der Zeit in den Gebärmutterhalskanal verrutschenoder ganz ausgestoßen werden. Manchmal kann dieszu Unterbauchschmerzen führen, oft wird es abernicht bemerkt. Ein Einwachsen oder Durchwachsender Spirale in den Bauchraum ist nach korrekterEinlage sehr unwahrscheinlich. Wenn Bauchschmerzen auftreten und nach vorher regelmäßigen Blutungen die Menstruationsblutungausbleibt oder unerwartet starke oder ungewöhnlicheBlutungen einsetzen, muss eine Eileiterschwanger-schaft ausgeschlossen werden.
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Für wen ist die Hormonspirale geeignet
oder nicht geeignet?

Die Hormonspirale ist geeignet für Frauen, die Kinder geboren haben und eine sichere Verhütung fürmehrere Jahre wünschen. Wegen der geringenHormondosis im Körper kann die Hormonspirale auchvon Frauen angewendet werden, die wegen gesund-heitlicher Risiken keine Östrogene einnehmen dürfen.
Besonders geeignet ist die Hormonspirale für Frauenmit sehr starken Blutungen, da sich die Blutungsstärkein den meisten Fällen deutlich verringert.
Die Hormonspirale kann in der Stillzeit angewendet werden. Allerdings muss vor der Einlage die vollstän-dige Rückbildung der Gebärmutter abgewartet wer-den, da sonst das Risiko einer Gebärmutterverletzungbei der Einlage erhöht ist.
Junge Frauen oder Frauen, die keine Kinder gebo- ren haben, können mit der Hormonspirale verhüten,wenn für sie keine andere Verhütungsmethode inFrage kommt. Da die Gebärmutterhöhle bei diesenFrauen oft kleiner ist als die Hormonspirale, kann eshäufiger zu Unterleibsschmerzen und einer Aus-stoßung der Spirale kommen.
Was kostet die Hormonspirale?
Für das Einlegen berechnen Frauenärztinnen/ärzte ein Honorar in unterschiedlicher Höhe. Es muss mitKosten ab ca. € 280,- gerechnet werden. Dazu kommen evtl. noch Kosten für die regelmäßigeUltraschallkontrolle. Sie haben das Recht, eine genau aufgeschlüsselte Rechnung zu verlangen. Bei vorzeitiger Entfernungwerden keine Kosten zurückerstattet.
Weitere Fragen?
Wenn Sie mehr wissen wollen oder Fragen haben, wenden Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder einepro familia-Beratungsstelle. Bei pro familia können Siesich ausführlich über alle Fragen im Zusammenhangmit der hormonalen Langzeitverhütung informierenund beraten lassen. Wir nehmen uns Zeit für Sie.
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Source: http://www.learnsite.ch/naturlehre/7_schuljahr/fortpflanzung_und_entwicklung/sexualkunde/broschuren/verhuetung_homonale_langzeitverhuetung.pdf

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DELIBERAZIONE DELLA GIUNTA COMUNALE N. 1 DEL 24 GENNAIO 2008 “VERTENZA COMUNE DI MONTEGROTTO TERME C/ TALARICO SABRINA – GIUDIZIO CIVILE PENDENTE AVANTI AL TRIBUNALE DI PADOVA RUBRICATO AL N. 13569/04 R.G. – NOMIVA CONSULENTE TECNICO DI PARTE. =================================================================== LA GIUNTA COMUNALE PREMESSO che: - in data 24/12/2004 è stato no

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